Variantenfertigung

Die Variantenfertigung hat in den Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Sie ist dem steigenden Bedarf individueller Produkte geschuldet, was gleichermaßen für den B2B- und B2C-Markt gilt. Beispiele für Variantenfertigung sind die Möbelindustrie und die Computerfertigung. Ausgehend von einer Basiskonfiguration werden bei der Variantenfertigung verschiedene Typen hergestellt, die sich beispielsweise in puncto Farben, Material oder Funktionen unterscheiden.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht steigern Produktvarianten die Komplexität des Produktionsprozesses. Anstatt die Fertigungslinien mit einem Produkt dauerhaft auszulasten sinkt die Losgröße. Dadurch erhöhen sich Rüstkosten und Planungsaufwand. Die Materialbreite steigt ebenso wie die Zahl der Arbeitspläne. Hinzu kommt ein erhöhtes betriebliches Risiko, denn nicht immer lässt sich die Nachfrage einzelner Varianten sicher einschätzen.

Variantenfertiger haben ein großes Interesse, etwaige Zusatzkosten überschaubar zu halten. ERP-Systeme helfen, optimale Reihenfolgen zu finden, Ressourcen auszulasten und Termintreue zu gewährleisten.